Careum Hochschule Gesundheit

Vom Homeoffice ins neue Hochschulgebäude

Das Jahr 2020 war für die Careum Hochschule Gesundheit herausfordernd, lehrreich und voller Neuerungen: Im März musste übers Wochenende auf Fernlehre umgestellt werden, im August nahm die erste CEO ihre Arbeit auf und im November konnte das neue Gebäude auf dem Campus bezogen werden.

Corona stellte auch die Careum Hochschule Gesundheit vor eine neue Realität. Nach der Bundesratssitzung und der Bekanntgabe der verschärften Massnahmen am Freitag, 13. März, musste die Präsenzlehre eingestellt werden. Sofort wurde alles in die Wege geleitet, um die Aus- und Weiterbildung komplett auf Fernunterricht umzustellen: Studiengangsleitende, Dozierende und Studierende mussten informiert und Mitarbeitende ins Homeoffice geschickt werden.

Die Hochschule findet zu Hause statt

Der digitale Reboot gelang: Am Montag, 16. März, funktionierte die Careum Hochschule Gesundheit einwandfrei. Gruppen- und Einzelunterricht sowie Teamsitzungen fanden per Videokonferenz statt. Auch Prüfungen konnten regulär online durchgeführt und Abschlüsse garantiert werden. Dass die Umstellung reibungslos gelang, ist nicht selbstverständlich. Auch, weil viele Mitarbeitende, Dozierende und Studierende als Pflegefachpersonen in dieser Zeit stark gefordert waren. Es zahlte sich aus, dass die Hochschule bereits früher auf Tools für den Fernunterricht gesetzt hatte und auch die Forschungsteams durch die internationale Zusammenarbeit im virtuellen Austausch bereits erfahren waren. Trotz der herausfordernden Situation herrschte Aufbruchsstimmung: Neue Lehr- und Lerntools wurden getestet, die digitale Herausforderung als Chance genutzt. Auch neue Studiengänge konnten realisiert werden, wie der CAS CT- und Hybridtechnik für Radiologiefachpersonen.

Mitarbeitende der Careum Hochschule Gesundheit waren in der Pandemie auch Ansprechpersonen für Medienanfragen. Und Studiengangsleiterin Andrea Käppeli wurde das «Gesicht hinter der Maske» und zeigte der Nation im BAG-Erklärvideo  den richtigen Umgang mit der Hygienemaske.

Fazit nach dem Lockdown: Eine Umfrage bei Studierenden und Dozierenden ergab, dass die Lernziele via Fernunterricht grösstenteils gut erreicht wurden. Vor diesem Hintergrund konnte auch der Bundesratsbeschluss im Oktober, der eine erneute Umstellung auf Fernunterricht erforderte, bereits gelassener und routiniert angegangen werden. Lerneinheiten, in denen sozial-kommunikative Kompetenzen im Vordergrund stehen, wurden im Sommer und Herbst situativ, je nach Fallzahlen, teilweise vor Ort durchgeführt. Fernunterricht wird auch in Zukunft genutzt werden. Damit wird ein Schub an digitaler Kompetenz ausgelöst.

Aktuelle Forschung trotz und über Corona

Die vielfältigen nationalen und internationalen Forschungsprojekte bewegten sich auch 2020 im Bereich Pflege- und Versorgungsforschung mit Schwerpunkt betreuende Angehörige aller Altersgruppen. Die Careum Hochschule Gesundheit arbeitete massgeblich in mehreren Studien des Bundesamtes für Gesundheit mit, die im Rahmen des Förderprogramms «Entlastungsangebote für betreuende Angehörige 2017–2020» entstanden. Das «Young Carers»-Team konnte zudem im neuen Nationalen Gesundheitsbericht 2020 «Gesundheit in der Schweiz – Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene» ein Kapitel beisteuern.

Die Careum Hochschule Gesundheit nimmt aber immer auch aktuelle gesellschaftliche Impulse zeitnah auf. Im Lockdown wurden deshalb spontan zwei «Corona-Projekte» realisiert: Ein Forschungsprojekt hat die Situation von Pflegefachpersonen während der Corona-Pandemie untersucht. Für die Datengrundlage wurden Studierende der Careum Hochschule online befragt. Ein schönes Beispiel, wie der Transfer zwischen Forschung, Lehre und Praxis funktionieren kann.

Betreuende junge Menschen waren während des Lockdowns noch mehr auf sich gestellt. Deshalb entstand in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit und Pro Juventute in kürzester Zeit ein neues, speziell auf die Bedürfnisse von «Young Carers» zugeschnittenes Hilfsangebot von 147.ch.

Neue Leitung, neues Gebäude

Im August übernahm Dr. Jacqueline Martin als neue CEO die Gesamtverantwortung der Careum Hochschule Gesundheit. Sie war zuvor in diversen Führungsfunktionen am Universitätsspital Basel tätig. Erfahren Sie im folgenden Porträtvideo mehr über Dr. Jacqueline Martin:

Mit der neuen Führungsstruktur startete auch die Visions- und Strategieentwicklung der Careum Hochschule Gesundheit. Ende Jahr wurden Lehre und Forschung auch räumlich unter einem Dach vereint. Das neue Hochschulgebäude mit Schulungsräumen im Erdgeschoss konnte im November offiziell eingeweiht werden.